
Warum die meisten Badezimmerheizungen versagen – und wie wir das verhindern
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine echte Herausforderung für elektronische Geräte. Es herrscht starker Dampf, starke Temperaturschwankungen – und außerdem besteht ständig die Gefahr durch Spritzer von Wasser.
Auf vielen Geräten steht „IP55“. Auf dem Papier bedeutet das, dass das Gerät Staub abwehren kann und auch einigen Wasserspritzern standhalten kann. Doch das bedeutet nicht unbedingt, dass das Gerät wirklich sechs Monate lang täglichem Duschen standhalten kann.
Der unsichtbare Kampf mit der Feuchtigkeit
Wir testen unsere Infrarotlampen intensiv unter Bedingungen hoher Feuchtigkeit. Im Grunde versuchen wir, sie kaputtzumachen.
Feuchtigkeit bleibt nicht nur an der Oberfläche – sie dringt ins Innere des Geräts ein. Selbst kleinste Lücken in den Dichtungen oder im Kabelverschluss reichen aus, damit Wasserdampf eindringen kann. Sobald er einmal im Inneren ist, beginnt er, das Metall zu zerstören. Es handelt sich dabei um eine langsame Korrosion – man sieht sie erst, wenn es bereits zu spät ist.
Wir kümmern uns besonders um dieses Problem, denn wenn die Isolierung versagt, kommt es zu Stromlecks. In einem Raum voller Wasser und nackter Füße ist das ein Problem, das wir auf keinen Fall haben wollen.
Das Problem der „Atmung“
Es geht nicht nur um die Feuchtigkeit – sondern auch um die Schwankungen der Temperaturen. Mal produziert die Heizung Hitze in mehreren hundert Grad, im nächsten Moment kühlt sie in einem feuchten Raum ab. Dadurch dehnen und ziehen sich die Materialien aus. Wir nennen das „Atmen“. Wenn das Gerät abkühlt, kann es feuchte Luft in sein Inneres ziehen. Wenn die Dichtungen nicht richtig funktionieren, können sie reißen oder verformen. Und sobald die Dichtung versagt ist, beginnt die Zerstörung des Geräts.
Die Realität
Um ehrlich zu sein: Keine Dichtung hält ewig. Selbst bei einer guten IP55-Klassifizierung hängt viel davon ab, wie das Gerät tatsächlich installiert wird. Wenn die Kabel schlecht angebracht sind oder die Leitungen nicht den Vorschriften entsprechen, werden die internen Teile trotzdem durch die Feuchtigkeit im Raum beschädigt.
Deshalb testen wir unsere Geräte im Labor bis an die Grenzen. Wir möchten sicherstellen, dass sie auch in einem echten Badezimmer funktionieren – ohne dass die Schaltkreise beschädigt werden oder man ohne Wärme dastehen muss.